Tipps & Tricks

für ein besseres Layout

Regel 1 - Keine Unterstreichungen


Eine der häufigsten Fehler ist die Absicht Wichtiges in gedrucktem Text durch Unterstreichungen hervorzuheben. Dies ist ein Relikt der Schreibmaschinenzeit, als es noch keine Möglichkeit gab Text durch die Auszeichnung fett hervorzuheben. Zudem ist durch das Internet inzwischen eine Konvention weit verbreitet auf Webseiten  - und nur dort - Links durch Unterstreichungen anzuzeigen. So läßt die DIN 5008 seit der Novellierung 2020 Unterstreichungen offiziell gar nicht mehr zu. Alle Fachleute raten dringend davon ab. (siehe auch Wikipedia; Dort steht: Praktisch alle Autoren, die sich mit moderner Typografie befassen, sind sich darin einig, dass das Unterstreichen in der Textverarbeitung generell vermieden werden sollte.)


In allen Druckerzeugnissen, haben Unterstreichungen deshalb nichts zu suchen.


Regel 2 - Drei Schriftschnitte pro Seite


Die Möglichkeiten der Textverarbeitungsprogramme verschiedene Schriften, Schriftschnitte und Schriftgrößen in Texten einzusetzen werden oft intensiv genutzt. Dadurch wird das Schriftbild unruhig und unübersichtlich. Eine Grundregel sollte sein, dass auf einer Seite am besten ...


... nicht mehr als drei Schriften ...


eingesetzt werden, wobei jede Größe und jeder Schriftschnitt (normal, fett, kursiv etc.) als ein Schriftschnitt zählt. Wenn es fünf oder sechs werden ist das zu vertreten, wenn die Schriften gut auf einander abgestimmt sind (z.B. aus einer Schriftfamilie).


Regel 3 - Textausrichtung ist standardmäßig links - Mittig nur in Ausnahmen - Blocksatz nur bei Mehrspaltigkeit


Der Standardstil bei Textausrichtung ist „linksbündiger Text“. Dies sollte auch auf einer Seite durchgehalten werden. Eine Mischung von mittiger Überschrift und linksbündiger Schrift ist möglich muss aber dann sehr ausgewogen sein. Blocksatz sollte nur bei mehrspaltigen Seiten genutzt werden, wenn die Software den Buchstaben- und Wortzwischenraumausgleich gut löst (Word ist dafür in der Regel nicht geeignet, weil es sehr unschöne Wortzwischenräume erzeugt). Linksbündig ist - wie Untersuchungen zeigen - auch besser lesbar.


Regel 4 - Text und Bildelement sollten sich in Raster einpassen


Textblöcke und Bildelemente sollten sich in ein Raster einpassen. Kanten sollten aneinander ausgerichtet werden. Je unruhiger die Kanten auf einer Seite verlaufen um so unruhiger wirkt eine Seite auf den Leser. Innerhalb einer geordnenten Seite ist bewußte Abweichnung von der Ordnung zur Erzeugung von Aufmerksamkeit möglich und sinnvoll, muß aber gut geplant sein. Hilfreich dabei sind - wenn vorhanden - Hilflinien in Softwareprogrammen, so dass man sieht ob Textblöcke und Bildelemente „in Linie“ sind.


Wikipedia Artikel Gestaltungsraster


Wikipedia Artikel Satzspiegel




















Regel 5 - Farbenkombinationen gut wählen


Farben sind ein wichtiges Element. Farben müssen gut auf einander abgestimmt sein. Meist reichen zwei gut zusammenpassende Farben. Sind diese eher kräftig, kann man 50 % und 20 % dieser Farbe als weitere Farben verwenden und damit gut harmonierende Farbflächen generieren.











Eine gute Möglichkeit zueinander passende Farben zu finden bietet Adobe mit dem Dienst KULER unter https://color.adobe.com/



Textregeln und Vorschriften nach Duden bzw. DIN 5008